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Oberösterreichische Nachrichten, 27.10.2008
Frauenschicksale vereint
Frauenschicksale standen auf dem Spielplan der Welser
Abonnementkonzerte, die gemeinsam mit dem Theaterabonnement
Henry Purcells „Dido and Aeneas“ in einer
interessanten Produktion präsentierten.
Aber es blieb nicht bei der Oper allein, denn Johannes
Hiemetsberger kombinierte Purcells um 1690 uraufgeführte,
einzige durchkomponierte Musiktragödie mit einem
40 Jahre früher entstandenen Oratorium, das sich
in England großer Beliebtheit erfreut: Giacomo Carissimis
„Historia di Jephte“.
Eine kluge Erweiterung der nicht abendfüllenden Oper,
weil das biblische Drama ebenfalls das Schicksal einer
Frau zum Thema hat. Jephte verspricht, wenn er siegreich
nach Hause kommt, den ersten Menschen Gott zu opfern –
es ist seine Tochter. Erstaunlich, wie ergreifend Carissimi
sowohl die Qualen des Vaters als auch die demutsvolle
Haltung der Tochter in Klänge umzusetzen verstand.
Um nichts weniger genial Purcells Liebestragödie,
wo auch – hier allerdings die griechischen –
Götter Glück zerstören. Aeneas muss von
Karthago abreisen, um seine von den Göttern bestimmte
Mission, die Gründung Roms, zu vollenden. Dido bleibt
zurück und begeht Selbstmord.
Aber nicht nur die Kombination dieser beiden Werke, die
Regisseurin Agnes Kitzler auf eindrucksvolle Weise auf
die Bühne gebracht hat, war etwas Besonderes, sondern
auch die musikalische Interpretation.
Johannes Hiemetsberger hat keine großen Opernsänger
engagiert, sondern alle Partien mit Sängern seines
Vokalensembles „Company of Music“ besetzt
und dürfte damit durchaus klanglich an die ursprünglichen
Intentionen herangekommen sein. Denn auch damals war der
Unterschied zwischen Solisten und Choristen, speziell
in kleineren Besetzungen, nicht wirklich bedeutsam.
So war Heidemarie Gruber eine beachtliche Dido, Clemens
Kölbl ein ordentlicher Aeneas, Susanne Großsteiner
und Cornelia Traxler köstlich quäkende Hexen.
Florian Ehrlinger fand den richtigen Ton für Carissimis
„Jephte“, Martina Daxböck war ideal besetzt
als Tochter. Das restliche Ensemble wechselte die Rollen,
wie es in England analog zu den Shakespeare-Aufführungen
allemal gewesen sein mag. Das Ensemble Prisma Wien steuerte
akkurat barocke Originalklänge bei.
Der Standard, 09.09.2008
Solistische Stimmen, kollektiver Klang
Company of Music: Neue Wege in der Chormusik
Wien - Vokalmusik kennt man hierzulande aus der Oper und
von gelegentlichen Liederabenden. Und dann gibt es da
auch noch den Chor, diese verschwommene Menschen- und
Klangmasse, die bisweilen hinter dem Orchester auftaucht
und dieses lautstärkemäßig zu übertreffen
sucht.
Dass es auch anders geht, will Johannes Hiemetsberger
mit seiner Company of Music beweisen. Ein professionelles
Solistenensemble, das auf kein bestimmtes Repertoire spezialisiert
ist, sondern Barockmusik ebenso interpretiert wie Werke
des 19. und 20. Jahrhunderts: So etwas gab es in Österreich
bisher noch nicht - selbst der _Schoenberg Chor arbeitet
auf semiprofessioneller Basis. Hiemetsbergers Modell stammt
denn auch aus der Instrumentalmusik: Eine vokales Kammerorchester
wollte der Ensemblegründer schaffen, das solistisches
Musizieren mit klanglicher Homogenität verbindet
Individuum und Kollektiv
Das Zusammenspiel von Individuum und Kollektiv prägte
auch das Konzert in St. Ursula, wo die Company am Sonntag
ihre erste CD vorstellte. Trotz stilistischer Vielfalt
bildete das Programm ein inhaltliches Ganzes, dessen erste
Hälfte von Friedrich Cerhas bedrückendem und
technisch äußerst anspruchsvollem Verzeichnis
beherrscht wurde, einer vertonten Aufzählung von
Personen, die wegen Hexerei hingerichtet wurden. Im zweiten
Teil führten Messiaens O sacrum convivium und Mahlers
Die zwei blauen Augen vom Tod zum Erwachen.
Die konzentrierte Darbietung der 16 Mitwirkenden ließ
erahnen, was professionell ausgebildete Stimmen, zu einer
Einheit zusammengefügt, leisten können: nämlich
bekannten Werken zu neuer Transparenz verhelfen und in
zeitgenössischer Chormusik, wegen ihrer Schwierigkeit
kaum aufgeführt, unerhörte Klangschönheiten
enthüllen. Bei den Zuhörern stieß dies
auf Begeisterung. Die CD mit dem Titel Music for a While
ist über die Internetadresse www.companyofmusic.at
zu beziehen. (Lena Draic)
Oberösterreichische Nachrichten, 14.08.2008
Freistadt: Begeisterndes Konzert der Company of Music
Akustische Wanderung
„Suprisinging“, so das Motto des Konzerts
der Company of Music, das am Dienstag im Salzhof Freistadt
seinen Ausgang genommen hat und auf eine akustische Reise
beim Stimmen Festival Freistadt führte.
Johannes Hiemetsberger ist Garant für ausgefallene
Programme, für Zusammenstellungen, die nicht bloß
wegen der Schönheit der Musik und der Schwierigkeiten
der Chorsätze, sondern vor allem wegen ihrer fast
philosophischen Tiefe und der minutiös ausgetüftelten
Dramaturgie beeindrucken. Der erste Teil des „Überraschungskonzerts“
– das Programm wird erst während des Abends
bekannt gegeben – stand im Zeichen des Wachsens
und Werdens der Natur mit Chorsätzen durch die Jahrhunderte.
Nach der Pause hieß es „Follow me“ nach
Noten Michael Easts, und los ging der Marsch zur Stadtpfarrkirche,
wo es mit einem Raumklangspiel weiterging. Restlose Begeisterung!
(wruss)
Kronen Zeitung, 14.08.2008
"Company of Music" beim Freistädter Festival:
Maßstäbe von Gesangskultur
Die "Company of Music", gegründet und geleitet
von Johannes Hiemetsberger, bildete einen weiteren Höhepunkt
beim "stimmen.festival.freistadt". Das 16-stimmige
Vokalensemble begann das Konzert im Salzhof mit Sphärenklängen,
zum Höhepunkt gerieten die "5 Blumenlegenden"
von Britten. Hier wurden alle vokalen Ausdrucksmöglichkeiten
ausgeschöpft und von den ausgereiften Stimmen verwirklicht.
Nach der Pause setzte sich der Zug der Stimmen (samt Zuhörer)
in Richtung Stadtpfarrkirche in Bewegung. Die schlimme
Zeit der Hexenverfolgung in der dramatischen Kompositionstechnik
von Purcell forderte der Sängerschar alle nur möglichen
gesanglichen und rhythmischen Fähigkeiten ab. Eine
unglaubliche Herausforderung! Die "Company of Music"
offenbarte neue Maßstäbe von Gesangskultur
- auch in der Aufführungspraxis. Enthusiastischer
Beifall! (FD)
RADSTADT / HOFHAIMER-TAGE / ABSCHLUSS
Vokal-Hexereien bis zum Scheiterhaufen
Was genau ist ein "vokales Orchester"? Johannes
Hiemetsbergers "Company of Music" zeigte am
Sonntag (1.6.) im Schloss Höch, am letzten Tag der
Hofhaimer-Tage, was man mit Stimmen alles machen kann.
02/06/08 "Verzeichnis" heißt das Stück
für sechzehn Stimmen ganz harmlos. Es ist tatsächlich
kein literarischer Text, den Friedrich Cerha vertont hat,
sondern eine Auflistung. Um Hexenverbrennungen im Barock
geht es, und Cerha hat eben Namen und manche Apercus der
Zeitgenossen über jene, die auf dem Scheiterhaufen
(oder auch auf dem Schafott) endeten, in neun gänsehauterweckende
Minuten Musik gebannt - ein Stück, das mit kühnen
Dissonanzen ebenso operiert wie mit Anspielungen auf die
Madrigalkunst alter Tage.
Ein Bravourstück so recht nach Art der "Company
of Music". Johannes Hiemetsberger ist der Leiter
dieses bravourösen Ensembles. Es ist sozusagen der
vokale Stoßtrupp des "Chorus sine nomine":
sechzehn usgebildete Sängerinnen und Sänger,
die sowohl die Tugenden der Ensemblekunst als auch jene
des solistischen Draufgängertums verinnerlicht haben
und entsprechend variabel einzusetzen sind. Wer, wenn
nicht eine solche Mischform aus Solo- und Tutti-Ensemble,
könnte sich über ein unorthodoxes Stück
wie Benjamin Brittens "Five Flower Songs" trauen?
Die strenge Chorkomposition "O sacrum concivium"
von Olivier Messiaen erfordert homogenen Klang-Sinn, wogegen
ein Stück wie Luciano Berios Schnulzen-Verschnitt
"E si fussi pisci luna" vom je eigenen Timbre
der Solisten lebt. Allemal ein Gustostück ist die
Chor-Variante des Mahler-Lieds "Die zwei blauen Augen".
In solistischer Besetzung (vier Chöre à vier
Sänger) erfüllt gerade dieser Satz alle Voraussetzungen
für Hiemetsbergers "vokales Orchester".
Der 36jährige Musiker, ao. Professor für Chor-
und Ensembleleitung an der Wiener Musikhochschule, ist
derzeit wohl der bei weitem innovativste Chorleiter im
Land. (Reinhard Kriechbaum)
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Neues Volksblatt, 16.02.2008 „Ich konnte
als Kind früher Noten als Buchstaben lesen“
Kulturmedaille bei ORF-Festabend für Eferdinger Komponisten
und Volksblatt-Kritiker Fridolin Dallinger, der heute
75. Geburtstag feiert „Unser Valentin heißt
Fridolin“, meinte Moderatorin Alice Ertlbauer zu
Beginn der vom Land OÖ und dem Österreichischen
Komponistenbund ausgerichteten Feier zum 75. Geburtstag
von Fridolin Dallinger. Die fand just am Valentinstag
im ORF Linz statt und hätte eigentlich „wegen
Überfüllung geschlossen“ werden müssen.
Denn für die geschätzten 150 Anhänger,
Freunde, Wegbegleiter des Eferdinger Komponisten wurden
die Sitzplätze im großen Saal des Landesstudios
viel zu knapp, sodass die langen zweidreiviertel (!) Stunden
selbst für ORF-Landesdirektor Helmut Obermayr zur
„Steherpartie“ ausarteten.
Die Kollegen erwiesen ihre Referenz
Unter den Gästen auch LH Josef Pühringer, LH.
a. D. Josef Ratzenböck, Landtagspräsidentin
Angela Orthner, Landeskulturdirektor Reinhard Mattes und
Stellvertreter Paul Stepanek, Brucknerhaus-Direktor Wolfgang
Winkler, Bruckner-Uni-Rektorin Marianne Betz und, aus
Dallingers Heimatstadt, Fürst Georg Starhemberg.
Daneben erwies auch noch die in fast in Mannschaftsstärke
angetretene oö. Komponisten-Prominenz ihrem Kollegen
die Referenz: von den Doyens Heinrich Gattermeyer, der
heuer 85, und Alfred Peschek, der nächstes Jahr 80
wird, über Balduin Sulzer (75), bis zu den „Jungen“
Gunter Waldek (54), Erland Freudenthaler (44) und Helmut
Schmidinger (38). Sulzer und Freudenthaler steuerten zum
bunten musikalischen Blumenstrauß, den ein Teil
der Genannten Dallinger am Valentinstag reichte, zwei
Uraufführungen bei, überaus ansprechend zum
Bouquet gebunden vom Chor Company of Music unter Johannes
Hiemetsberger und dem Welser Trio Cartellieri.
Vom Jubilar selbst stammend wurde das „Albumblatt
für Violine und Klavier“ aus der Taufe gehoben
Offizieller Höhepunkt dieses „Treffpunkts Neuer
Musik“ war die Überreichung der Kulturmedaille
des Landes OÖ durch LH Josef Pühringer an das
Geburtstagskind. „Dallingers musikalisches Schaffen
umfasst nahezu alle Bereiche der Tonkunst“, hob
Pühringer in seiner Laudatio hervor - und eine Spanne
von mittlerweile 63 Jahren.
Denn nach eigener Aussage begann der Sohn eines Musikschuldirektors,
der „früher Noten als Buchstaben lesen konnte“,
schon mit 12 zu komponieren. Bis hin zu einem Ausflug
ins Musical („Die goldenen 20er“, 1989 am
Linzer Landestheater uraufgeführt) ist der Meister
unterschiedlichster Stile in fast jedem Genre der E-Musik
zuhause. Sein sinfonisches Schaffen fand leider 2004 mit
der 4. Symphonie seinen Abschluss, wie er bekräftigte,
„aber Kleinigkeiten wie eine Messe, nach einem Text
von Gertrud Fussenegger,“ will er weiterhin schreiben.
Modetrends hat er sich nie angeschlossen, trotzdem ist
vieles an Dallingers Werk modern, aber moderat - ein Diktum,
das auch für seine Zweitberufung als Maler gilt.
Nicht verschwiegen werden soll hier, anders als im ORF,
dass Fridolin Dallinger seit Jahrzehnten als Musikkritiker
im VOLKSBLATT auch enorme schreiberische Kompetenz an
den Tag legt. (Andreas Hutter)
Oberösterreichische Nachrichten, 16.02.2008 Eine
Symphonie geht aufs Kreuz
Am Valentinstag lud der ORF Oberösterreich in der
Reihe „Treffpunkt Neue Musik“ zur Feier des
75. Geburtstages (16. Februar) des Eferdinger Komponisten
Fridolin Dallinger, dem Landeshauptmann Josef Pühringer
die Kulturmedaille des Landes übergab.
Im OÖN-Gespräch sagte der Jubilar, die vierte
Symphonie bedeute sein Ende großer Werke, aber nicht
aus Faulheit: Das Schreiben großer Partituren dauert
etwa ein Jahr, und „das geht aufs Kreuz“.
Für Werke kleinerer Besetzung kennt seine Feder keine
Ruhe, so jetzt zu einer „Messe für Chor und
Orgel“.
Dallinger, der auch malt, stammt aus einer Lehrerfamilie,
blieb auf sicherem pädagogischen Boden (zuletzt an
der Pädagogischen Akademie der Diözese) und
hat als Dirigent trotz Ausbildung erst „gar nicht
angefangen“.
Der ORF stellte sich mit einem musikalischen „Blumenstrauß“
ein. Vom Jubilar selbst waren charakteristische Kostproben
(Lieder, Klaviertrio, Sonaten) zu hören, aufgeführt
vom „Trio Cartellieri“ und dem Spitzenchor
„Company of Music“ unter Johannes Hiemetsberger.
Letzterem war auch ein Gutteil des übrigen Programms,
darunter Uraufführungen, übertragen: Heinrich
Gattermeyer, Gunter Waldek, Balduin Sulzer, Siegfried
Steinkogler, Erland M. Freudenthaler und Helmut Schmidinger
repräsentieren charakteristische Facetten gegenwärtigen
kreativen Schaffens. Und Georgina Szeless stellte die
erste Biographie Dallingers vor. (zam)
Oberösterreichische Nachrichten, 02.02.2007 Vielfältiger
Chorgesang
Der Oberösterreicher Johannes Hiemetsberger (36)
ist Garant für qualitativ hochwertigen Chorgesang
und abwechslungsreiche Programme, weit abseits üblicher
Zusammenstellungen.
Was in kurzer Zeit mit einem jungen Klangkörper zu
erreichen ist, zeigte die "Company of Music",
bestehend aus je vier Mitgliedern für jede Stimmlage.
Kostproben des Könnens waren am Mittwoch im Festsaal
des Linzer Akademischen Gymnasiums zu hören. Damit
überraschte und überzeugte das Ensemble in vielfältigen
Gruppierungen einschließlich solistischer Aufgaben.
Das Barock-Oratorium "Jephte" von Giacomo Carissimi
(1605-74) vermittelte deutlich das biblische Geschehen
mit klaren Linien und einfühlsam unterstützt
vor allem von Hubert Hoffmann (Laute). Was A-cappella-Chorwerke
alles leisten können - an Ausdruck, melodischem und
rhythmischem Raffinement, an Ernst und Humor -, begeisterte
uneingeschränkt. (zam)
Die Presse, 28.06.2006 ORGELFEST ZWETTL -
Eröffnungskonzert
[...] Hauptwerk des Abends aber war die "Missa Sancti
Henrici" des Salzburger Barockmeisters Heinrich Ignaz
Franz Biber, dessen Kyrie manche als Vorbild für
Mozarts Gesang der Geharnischten aus der "Zauberflöte"
sehen wollen. Hier brillierte das von Johannes Hiemetsberger
perfekt geformte Vokalensemble "Company of Music"
mit seinen engelgleichen Sopranstimmen; ideal assistiert
von Ruben Dubrovskys "Bach Consort Wien" und
seinen barocken Streichern, Posaunen sowie fünf glanzvollen
Trompeten. (Gerhard Kramer)
Welser Rundschau, 17.06.2006
Konzert / Toller Auftritt der Company of Music im Stadttheater
Ein moderner Chor: sinnlich und exzessiv
Wels / Die "Company of Music" unter der Leitung
von Johannes Hiemetsberger im Welser Stadttheater zu erleben,
heißt nicht nur einem 16-köpfigen Vokalensemble
zu begegnen, welches im Verbreiten von glücksbringenden
Klangflüssen hemmungslos und hochgradig wirksam ist.
Sondern auch einen Naturblick zu erhaschen, der sich außerhalb
des normalen Genuss- und Blickwinkels bewegt und mit zeitlosen
Musiken aller Ausdrucksarten unverblümt, sinnlich
wie exzessiv trifft.
Zu dieser Wiener Vokalkompagnie ist unbedingt noch anzumerken,
dass mit Bernd Hemedinger, Alexander Koller und Christoph
Wigelbeyer beinahe ein Viertel des Ensembles aus Wels
stammt. Allesamt entspringen Wolfram Stelzers Singschule,
womit wieder einmal Stelzers nachhaltige Wirksamkeit hörbar
wurde. Folge der Singschule von Wolfram
Stelzer
Das Prorgamm der Company of Music versammelte geografisch
wie zeitlich unterschiedlich liegende Naturmusiken - Musiken,
die die Natur beobachten, bewundern oder über sie
reflektieren. Ob Mendelssohns "Abschied vom Walde"
bis hin zum Schlaflied "Duerme Negrito" von
Emilio Sole oder dem "Wiigen-Lied" von Per Norgard
...
Durch Mark und Bein fuhren Iannis Xenakis' "Nuits",
die einen in ihrer exzessiven Wortlosigkeit an die Gurgel
fahren. Die Wunder sind nicht nur den Klangschöpfern
zuzuschreiben, sondern auch den wunderbaren Verwirklichern,
die in Johannes Hiemetsberger einen herzblütigen
wie fokussierten Meister haben. Heftige Zustimmung, und
dies obwohl das Stadttheater, der denkbar ungeeignetste
Chorsing- wie Chorhörplatz ist. (Norbert Trawöger)
Kronen Zeitung, 12.05.2006
Kritik in Kürze
Die Company of Music unter Johannes Hiemetsberger in Wels
zu erleben, heißt nicht nur, einem 16-köpfigen
Vokalensemble zu begegnen, welches im Verbreiten von glücksbringenden
Klangflüssen hemmungslos wirksam ist. Sondern auch
einen Naturblick zu erhaschen, der mit zeitloser Musik
unverblümt, sinnlich wie exzessiv trifft. (NT) |
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